Ayurveda

zu deutsch übersetzt: Wissen vom Leben; andere Schreibweise Ayurweda
Ayurveda ist eine traditionelle indische Heilkunst, die überwiegend in Indien, Nepal und Sri Lanka angewendet wird. Das exakte Alter Ayurvedas ist unbekannt, es ist aber die älteste überlieferte Heilkunst.

In der Typologie spricht man von unterschiedlichen Temperamenten oder Lebensenergien, den sogenannten Doshas:
* Vata (Wind, Luft und Äther Pneuma), das Bewegungsprinzip
* Pitta (Feuer und Wasser, Chole), das Feuer- bzw. Stoffwechselprinzip
* Kapha (Erde und Wasser, Phlegma), das Strukturprinzip

Dosha sind den Körper beeinflussende Faktoren, die in jedem Organismus vorkommen. Ein Körper wird meist von zwei der drei Doshas bestimmt, selten von allen dreien. So ist es für einen Arzt wichtig festzustellen, welche Doshas bei einem Menschen vorherrschen, um so die passende Behandlung festzulegen.

Zentrale Elemente des Ayurveda sind:
* Ayurveda Massage und Reinigungstechniken
* die fundierte Ernährungslehre
* spirituelle Yogapraxis
* kenntnisreiche Pflanzenheilkunde


Die Body Matrix: Das Leben ist eine Einheit von Körper, Sinne, Verstand und Seele. Der Mensch ist ein Sammelsurium aus den drei Doshas, den sieben Basisstoffen (Rasa, Rakta, Mansa, Meda, Asthi, Majja und Shukra) und den Abfallstoffen des Körpers (Fäkalien, Urin, Schweiß). Nahrungsaufnahme, Verarbeitung, Absorption, Assimilation und Stoffwechsel haben Auswirkungen auf Gesundheit und Krankheit welche wesentlich beeinflusst werden von psychologischen Mechanismen und vom Bio-Feuer (Agni).
Panchamahabhutas: Im Ayurveda ist alles im Universum aus den fünf Elementen (=Panchamahabhutas) zusammen gesetzt (Wasser, Erde, Feuer, Luft und Ether). Diese fünf Elemente sind je nach den individuellen Bedürfnissen in unterschiedlicher Menge vertreten. Auch das Essen besteht aus den fünf Elementen, was sich wiederum auf die Body Matrix auswirkt.
Das Ziel der ayurvedischen Heilkunst ist die Vermeidung von ernsthaften Erkrankungen, indem man versucht, den Auslöser der Erkrankung zu verstehen und ungesunde Angewohnheiten abstellt. Zudem gibt es eine Reihe von Behandlungen, die angewndet werden, um dem Körper zu helfen sich selber zuhelfen. Bekannteste hierbei sind Ölmassagen, Entschlackungs- und Reinigungsprogramme.

Zur ayurvedischen Heilkunde gibt es eine spezielle Ernähungslehre, so gibt es für jeden Konstitutionstyp eine andere Ernährungsempfehlungen. Allgemein gilt:
* nur bei Hunger essen
* keine Zwischenmahlzeiten
* die Hauptmahlzeit mittags einnehmen
* nie in unruhiger Gemütsverfassung essen
* mindestens drei Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten einlegen
* sich nicht völlig satt essen
* frische Lebensmittel essen
* Wasser (auch erwärmtes) und Kräutertee trinken
* alle sechs ayurvedischen Geschmacksrichtungen (Rasa) sollten in jeder Mahlzeit enthalten sein.

Rasa setzt sich zusammen aus:
* süß
* sauer
* salzig
* scharf
* bitter
* herb


Nahrungsmittel werden grundsätzlich in 3 Klassen (Gunas) unterteilt:
* Sattva-Guna: Nahrungsmittel wie Milchprodukte, Getreide, Früchte und Gemüse sind süß und saftig sowie ölig. Sie verlängern laut Ayurveda die Lebensdauer und steigern die Zufriedenheit.
* Rajo-Guna: Zu bittere, sauere, salzige, scharfe, heiße oder trockene Nahrungsmittel erhitzen der Lehre zufolge Körper und Psyche durch Überstimulation und verursachen Aggressionen. Unter anderen zählen hierzu Chili, Zwiebel und Knoblauch sowie Alkohol und andere Drogen regelmäßig in unangemessener Menge.
* Tamo-Guna: überreife bis faule Nahrungsmittel, abgestandene oder wieder aufgewärmte Nahrungsmittel, Alkohol und andere Drogen (regelmäßig konsumiert).

Im Sinne von Aryuveda gilt die sattvische Ernährunsgweise als ausgewogen. Fleisch sollte nur mit bedacht zu sich benommen werden. Ayurvedische Ernährung ist nicht vegetarisch ausgerichtet. Auch Alkohol ist nicht verboten, Wein in geringen Mengen gilt als bestes Medikament, um Müdigkeit zu vertreiben.

Darüber hinaus gibt es spezielle Empfehlungen für die einzelnen Dosha-Typen:
* Vata-Typen neigen zu Verdauungsstörungen und sollen daher gekochte und leicht verdauliche Kost bevorzugen. Die Mahlzeiten sollten warm sein und etwas Fett enthalten. Die empfohlenen Geschmacksrichtungen sind salzig, sauer und süß.
* Pitta-Typen haben ein starkes „Verdauungsfeuer“; sie können kalte und warme Speisen zu sich nehmen, von mittelschwerer Konsistenz. Ihre Geschmacksrichtungen sind bitter, süß und herb.
* Kapha-Typen sollten nur mäßig gegarte und warme Speisen essen, viel frisches Obst und Gemüse. Die Geschmacksrichtungen sind scharf, bitter und herb.
* Für Kinder wird die Ernährung der Kapha-Typen empfohlen.

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